LinkedIn-Ghostwriting für postmigrantische Frauen und solche, die in keine Schublade passen.
Diversity ist schick.
Die Zusage bekommt trotzdem
Julia Müller-Maier-Schmidt.
Bio-Deutsch hat immer noch Präferenz. Sicher ist sicher.
Kommt dir bekannt vor?
Dann hast du vermutlich Erfahrung mit dem Einmaleins der Schubladisierung:
Erst der Name (lässt sich leider nicht lückenlos bis ins Sauerland zurückverfolgen und niemand in der HR-Abteilung kann ihn aussprechen). Direkt dahinter folgt die Optik (falsche Hautfarbe, falscher Körperschmuck, falsche Kleidung).
Und dann: Schublade auf, Schublade zu.
Expertise – ups, war da was?
Alles Bullshit. Denn Kompetenz allein reicht.
Good News: Auf LinkedIn bleibt es nicht nur bei Name, Optik und vorgefasster Meinung.
Hier kannst du ziemlich gepflegt gegensteuern.
Denn am Ende interessiert die Leute auf LinkedIn vor allem eines:
Wofür du stehst.
Was du zu sagen hast.
Und welche Erfahrungen, Learnings und Herausforderungen du mitbringst.
Der Haken an der Sache: Du hast keine Zeit, es aufzuschreiben, weil du eine Hänsin-Dampf-in-allen-Gassen bist. Oder einfach keinen Bock hast. Oder dir die Ideen fehlen. Whatever.
Let me do it.
Ich schreibe LinkedIn-Posts für Frauen, auf die all das Obige zutrifft. Und die…
…stolz auf ihre Nachnamen sind,
…keine Lust haben, sich in Diversity-Schubladen quetschen zu lassen,
…sich nicht verbiegen wollen. Weder inhaltlich noch optisch.
Am Ende steht da ein Profil ohne LinkedIn-Verkleidung, das im Kopf bleibt.
An dieser Stelle noch kurz zu mir.
Ich bin Corinna.
Ich bin ein Kind des digitalen Wandels. Teil der Generation Y. Also irgendwie eine Mischung aus Millennial und digitalem Dauerlerner.
Während die Generation Z den Zusammenhang zwischen Kassette und Bleistift nicht kennt, habe ich die digitale Revolution hautnah miterlebt. Allerdings war ihre Tragweite in den 1990er-Jahren noch nicht erkennbar. Deshalb gelte ich wohl eher als Semi-Digital Native.
In Verlagshäusern inmitten der digitalen Umbruchphase Anfang der 2000er groß geworden, galt ISDN als der letzte Schrei. Kindle war keine Leseapp, sondern die schwäbische Verniedlichung von „Kind“. Von Smartphones, Apps und Social Media noch weit entfernt, war das World Wide Web das Tor zu einer neuen Welt. Der digitale Wandel gehörte noch immer in die Kategorie „Science-Fiction“ und Touchscreens waren allenfalls Teil des Raumschiff Enterprise-Serienuniversums.
Aufgewachsen in einem SPD-Haushalt im Stuttgarter Speckgürtel dominierten Aufenthalte im Reitstall meine Kindheit und Jugend. Das Stuttgart der Neunzigerjahre war mein Revier. Massive Töne, Freundeskreis und die Kolchose gaben den Beat vor.
Ich schlug mich bis zum Abitur Anfang der 2000er-Jahre durch und absolvierte eine kaufmännische Ausbildung in einem Stuttgarter Verlagshaus. Meine Freude am Schreiben und Texten war ein Grund, warum es mich in die Verlagsbranche verschlug. Der Branche blieb ich auch nach meinem Studium stets verbunden.
Der Kessel am Neckar ist heute noch meine Hood. Wenn auch nur aus der Ferne.
Also: Ready, deine Botschaft auf den Punkt und ins WWW zu bringen? Lass uns reden!
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